55 Edelsteine -
ISOLATION
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Ein
wenig Wissen, ein einziger Kiesel vom Strand,
Ein Tropfen des Meeres; wer hätte geahnt, daß diese Winzigkeit zuviel ist? aus Robinson Jeffers "Science", in Selected Poetry; NY 1953 (Random House) - Amerikanischer Schriftsteller |
| Isolation
eines Steines von seinen Mitsteinen. Aus der Natur herausnehmen. Nach Hause mitnehmen. Mit Distanz durch den Kamerasucherr SEHEN Und auf ein zweidimensionales Objekt reduziert hinter eine Glascheibe isolieren. |
| Der
Orginalstein - jetzt bereits SKULPTUR ist dem Betrachter ebenfalls entzogen.
Des Betrachters LUST eine Skulptur haptisch zu erfassen ist somit behindert. Der Stein ist dem Betrachter nicht zugänglich - jedoch durch den Titel - BE-GREIFBAR. |
Die Isolation der Steine erfolgte durch meine in diesem Moment bestehenden haptischen Bedürfnisse in dieser meiner Umgebung in der ich mich eben befand - etwas BERÜHREN - diese Berührung erfasste auch meine Seele und entspringt meiner spontan erlebten Ästhetik. Der Stein hat in seiner Form als Skulptur HERAUSGERAGT, wurde von meinem Auge erfasst und sprach mehrere meiner Empfindungen an. |
| Das
Sammeln der Steine bedeutet - Erinnerung mit nach Hause zu nehmen aber auch
archaisches Sammeln, das bedeutet zusammentragen und besitzen. |
| Besitzen
von etwas Aussergewöhnlichem und Einzigartigem liegt in jeder / jedem
von uns. |
| Durch
die zusätzliche Isolation eines einzelnen Kiesels in eine weisse Fläche
- weiss ist ja "NICHTS" - eröffnet sich dem Betrachter eine
veränderte Sicht im Gegensatz zu einem Strandspaziergang wo jeder auf
eine astronomische Vielzahl von Steinen trifft. |
| Flusskieselsteine
werden selten als Edelsteine betrachtet. |
| In
dieser meiner Beschreibung beschreibe ich auch den Weg des Steines - vom
unbekannten Urzustand in hunderten Kilometer weit entfernt liegenden Felsen,
nach dem Abbruch durch Wasser, Frost und Eis, bis zur gegenwärtigen
EDLEN Form und der ebenso unbekannten Timeline dieser VEREDELUNG. |
Zitat: ... wird verschüttet / hat noch Myriarden andere Steine um sich / hält in seiner Schweere an den anderen immer Kontakt / reibt sich / wechselt die Seite des Flusses, nicht aber die Richtung / lässt vieles zurück / löst sich nicht nur im Wasser, sondern diffundiert sogar in die ätherische Luft / sein Bergab ist das Hinan in die edle Form, er wird geschmeidig.... |
| ... das
Exponieren ist durch den Lauf und Weg des Flusses bestimmt. Er, der Fluss
bestimmt die Richtung, bestimmt den Weg / im Abnehmen wird der Fels voller
für ein bestimmtes Auge, wird durch den Abrieb veredelt... |
| WIE DER MENSCH |